Wenn ein Baby im Bauch heran wächst, ist es mit der Zweisamkeit vorbei? Stimmt – vom Moment der Zeugung an seid ihr (mindestens) zu dritt! Sex könnt ihr in den allermeisten Fällen aber trotzdem haben. Er wird nur etwas anders sein …

Na, habt ihr euch auch schon gefragt, wie es nach einem positiven Schwangerschaftstest eigentlich weitergeht – im Bett? Nicht? Keine Sorge: Es gibt viele Schwangere, die beim Thema Sex erst mal dicht machen. Gerade anfangs schweben einige völlig entrückt auf Wolke 7 oder aber – das Kontrastprogramm – kämpfen mit Müdigkeit, Schwangerschaftsübelkeit und vor der 12. Woche auch noch mit der Sorge, dass ihr Baby vielleicht doch nicht bleiben will. Wie soll man da Lust auf Sex entwickeln?! Doch auch die Papas tun sich manchmal schwer. Sie haben Bedenken, ihrem Baby im Bauch oder aber der Mama beim Geschlechtsverkehr irgendwie Schaden zuzufügen. Mit einer Schwangerschaft zieht also der Bauch ins Schlafzimmer ein und der Sex aus? Ganz so ist das natürlich nicht. Manche finden durch die Schwangerschaft noch mal neu als Paar zusammen – auch sexuell. Sie lernen, sich anders zu lieben. Vielen Mamas geht es gerade zwischen der 16. und der 30. Schwangerschaftswoche total gut. Körperlich, aber auch psychisch haben sich dann die meisten an die neuen Zustände gewöhnt. Ihre Brüste sind vielleicht gewachsen, der Körper hat noch rundere Formen bekommen. Auf die meisten Männer wirkt das erotisch. Gleichzeitig ist das Bäuchlein noch überschaubar. Spätestens dann heißt es: Ab ins Bett (oder auf die Couch) mit euch!

Kommst du, Schatz?

Körperliche Nähe in der Schwangerschaft tut echt gut – auch wenn es beim Kuscheln oder Petting bleibt. Die beste Nachricht für euch, Ladies: Schwanger kommen viele leichter zum Orgasmus. Tatsache! Grund dafür ist, dass die Organe im kleinen Becken während der Zeit besser durchblutet sind. Das fördert die Lust. Gerade die, die im Bett länger auf ihr Baby hinarbeiten mussten, können außerdem endlich wieder abschalten. Ohne den Druck, dass ein Schlafzimmerdate mit dem Herzmann zu einer erfolgreichen Zeugung führen muss, liebt es sich oft lustvoller. Sobald ihr richtig rund seid, werden die Karten für die „richtige“ Stellung allerdings neu gemischt. Irgendwann braucht ein Babybauch im Bett einen Extraplatz. Die Löffelchenstellung – er liegt hinter ihr – funktioniert dann besonders gut. Eine weitere bauchfreundliche Alternative ist die Reiterstellung. Für mehr Abwechslung könnt ihr außerdem das versuchen: Ihr liegt mit dem Rücken auf dem Bett und stellt eure Füße auf den Boden – der Mann kniet vor euch. Eine andere Möglichkeit: Der Mann kniet hinter euch und ihr selbst vor dem Bett, Arme und Oberkörper aufgestützt. Ist euer Bett eher niedrig, könnt ihr auch die Missionarsstellung ausprobieren. Dabei stützt er sein Gewicht mit den Armen ab.

Lass euer Liebesleben nicht von der Angst bestimmen!

Zugegeben: Situationen, in denen Sex während der Schwangerschaft tabu ist, KANN es geben. Eine vorzeitige Öffnung des Muttermundes, Genital-Infektionen oder Blutungen sind nur einige gute Gründe dafür, enthaltsam zu sein. Die Sorge, dass ein erigierter Penis auch nur annähernd in die Nähe des zarten Wesens in eurem Körper kommen und es verletzen könnte, ist jedoch unbegründet. Anatomisch ist das unmöglich. Das Fruchtwasser wirkt außerdem wie ein Polster. Selbst bei starken Erschütterung schwebt die kleine Bohne unbeschadet durch eure Gebärmutter – immer vorausgesetzt, der Gebärmutterhals ist noch fest verschlossen. Wenn ihr wegen irgendetwas unsicher seid, sucht das Gespräch mit eurer Hebamme. Lasst Unregelmäßigkeiten durch eure Frauenärztin oder euren Frauenarzt abklären. Traut euch, Fragen zu stellen. Den Sex in der Schwangerschaft solltet ihr genießen dürfen. Und das geht nur, wenn ihr keine Angst habt.