3, 2, 1 … Kitaaa! Wenn der Startschuss für den Kindergarten fällt, machen nicht nur eure Kinder, sondern auch ihr als Eltern riesige Entwicklungsschritte. Das kann schon mal für emotionalen Muskelkater sorgen. Die besten Tipps, wie die Eingewöhnung in der Krippe für alle etwas entspannter wird.

Während der ersten Wochen wird es ziemlich sicher Tränchen geben, an Glasscheiben plattgedrückte Nasen (und zwar eure!) sowie zahllose halb getrunkene Kaffees, während ihr den Countdown bis zum Abholen runter zählt. Die Kindergartenzeit bedeutet, sich im Abschied nehmen zu üben. Vermutlich werdet ihr – aaaah! – zum ersten Mal regelmäßig getrennte Wege gehen. Klar, dass man da nervös wird und auch mal richtig Schiss bekommen kann. Tauscht euch mit anderen Eltern über eure Unsicherheiten aus. Werdet eure Emotionen in einem Eingewöhnungstagebuch los oder tauscht als Elternteile bei der Eingewöhnung durch, wenn ihr euch überfordert fühlt. Eurem Kind helft ihr für den Start am meisten, wenn ihr Freude und Zuversicht ausstrahlt. Lust auf die Kita könnt ihr machen, wenn ihr davon erzählt, was die Kids im Kindergarten alles an tollen Sachen erleben. „Da darfst du auch bald mitmachen“ klingt für euer Kind besser als „Bald MUSST du in die Kita.“ Schmückt eure Geschichten vom kommenden Kita-Alltag mit Details, die eurem Kind Lust auf die Zeit machen: „Dort gibt es tolle Sachen zum Spielen“, „Ihr werdet viel draußen toben“, „Wenn es regnet, wird gebastelt, gemalt und gesungen“. Um das Ganze etwas bildlicher zu gestalten, könnt ihr zusammen in Bilderbüchern blättern, die sich um die bunten Erlebnisse im Kindergarten ranken.

Auf jedes „Tschüss“ folgt ein umso schöneres „Hallo“

Äußert euer Kind Ängste, nehmt sie ernst und gebt ihm Power mit auf den Weg. „Tschakka, wir schaffen das! Die Kita ist toll! Auf, auf ins Abenteuer!“ Denn am Ende ist es genau das: eine Reise für kleine und große Heldinnen und Helden. Mit Neugier, Mut und Durchhaltevermögen erobert ihr euch eine neue Welt und werdet (wieder) selbstständiger. Während ihr als Eltern das Loslassen probt und dadurch Zeit für euch oder eure Karriere zurück gewinnt, werden eure Kinder in der Kita lernen, dass auf jeden Abschiedskuss ein großes „Hallo“ folgt und ihr sie nach einer gewissen Zeit mit einer noch dickeren Umarmung, als am Morgen wieder einsammelt. Kleine Trennungen könnt ihr schon im Vorfeld üben. Fragt den Freundeskreis, die liebgewonnene Nachbarschaft oder die Großeltern, ob sie auf euer Kind aufpassen können, während ihr vor die Tür geht. Startet mit kleinen Zeiteinheiten – wenn es gut klappt, könnt ihr sie ausdehnen und dadurch gleichzeitig auch etwas Raum und Zeit für euch gewinnen. Euer Kind wird erfahren, dass sich neben Mama und Papa auch andere Menschen toll kümmern können – und, dass ihr garantiert wiederkommt.

Auf die Plätze, fertig … BFF!

Hat euer Kind schon eine kleine Krabbel-Gang um sich geschart? Wenn ihr von klein auf Spielgruppen und Spielplätze ansteuert, gebt ihr ihm die Chance, sich bereits vor dem Kindergartenstart an das Gewusel zu gewöhnen, sobald viele Kids an einem Ort zusammen kommen. Wisst ihr in der Nachbarschaft von Kindern, die in dieselbe Kita gehen oder noch gehen werden: lernt euch kennen, knüpft Kontakte, trefft euch! Im besten Fall hat euer Kind beim Kita-Start dann schon eine oder einen BFF im Kindergarten. Eine schöne Routine kann es werden, regelmäßig bei der zukünftigen Kita vorbei zu schlendern. Steht zusammen vor den geschmückten Fenstern oder bewundert die tollen Spielgeräte auf dem Außengelände. Habt ihr euren Platz sicher, ist es manchmal auch möglich, draußen schon mal ein Stündchen mitzuspielen. Fragen schadet nicht.