Seit wir Eltern sind, geraten wir irgendwie immer öfter in Situationen, in denen wir uns ein großes, schwarzes Loch zum Verschwinden wünschen. Fünf davon kommen so (oder so ähnlich) immer wieder vor. Da hilft nur: Augen zu, drüber lachen – und durch!

1. Furchtbare wahre Worte
„Kindermund tut Wahrheit kund“, heißt es. Da ist auf jeden Fall was dran. Gerade, wenn sie noch kleiner sind, plappern die Kids, wie ihnen der Mund gewachsen ist. Manchmal ist die Wahrheit aber auch Auslegungssache. So kann es schon mal passieren, dass die Kleinen auf offener Straße brüllen „WER IST DER OPA, MAMA?“ – obwohl der „Opa“ eigentlich nur ein junger Mann mit Halbglatze ist. Auch schön: „MAMA, IST DAS DIE NACHBARIN, DIE DU SO DOOF FINDEST?!“

2. Überfall im Schlafzimmer
„Mama, Papa, könnt ihr leise sein – ich will schlafen!“ Aaaaah! Kaum etwas ist peinlicher als der Moment, wenn ein Kind verpennt ins Zimmer tapst und uns dabei erwischt, wie wir Eltern uns mal wieder gegenseitig eine Portion Liebe schenken. Getoppt wird das nur noch durch neugierige Fragen dazu, was unser Bein auf der Schulter von Papa zu suchen hat und warum wir auf dem Spielplatz nur so selten mitturnen wollen.

3. Ich will – äh, NICHT!
Sich mit einem Baby oder Kleinkind zu einer kirchlichen Hochzeit zu trauen, erfordert Mut – kann man aber natürlich trotzdem machen. Die Orgelmusik und das gemeinsame Singen sind Dinge, die viele Kinder super finden. Was meistens nicht so gut ankommt, sind die akustisch wenig spannungsreichen Pausen dazwischen – darunter auch die Zeit, in der sich das Brautpaar das Eheversprechen gibt. Perfektes Timing ist, wenn auf die Frage „Wollen Sie, die hier anwesende …“ ein gellendes „NEEEEEEEEEEIN, ICH WILL NIIIIIIICHT!!!“ die Kirche erfüllt, nachdem alle vorherigen Beruhigungsversuche mit Streicheleinheiten, Pixiebüchern und Gummibärchen fehlgeschlagen sind. Die Lektion für uns: Kinder sind nicht dafür gemacht, längere Zeit still zu sitzen – und das ist völlig okay so. Sorgen wir für mehr Entspannung, indem wir uns allen entsprechende Situationen zu ersparen oder uns rechtzeitig und guten Gewissens aus dem Staub machen.

4. Schummeln war mal
Euer Kind ist gerade erst sechs geworden und ihr seht es nicht ein, wegen ein, zwei Tagen plötzlich den Erwachsenenpreis für den Mini zu zahlen? Vielleicht habt ihr schon gemerkt, dass Schummeln mit redefreudigen, übelst gewieften Kids nicht mehr so leicht ist wie früher. Das bewahrt euch hoffentlich vor der Situation, in der eure Tochter an der Kasse – vorsichtshalber klar und deutlich für alle – festhält: „Aber ich bin doch sechs Jahre alt, Mama!“

5. Gestatten? Mutter peinlich!
Jahrelang wollen unsere Kinder auf uns schlafen, tasteten sogar beim Gang zum Mülleimer vertrauensvoll nach unserer Hand und verabschiedeten uns bei der Kita mit einem extrafeuchten Schlabberkuss nach dem anderen. Peinlich wird es – und zwar für uns – wenn wir den Moment verpassen, in dem die Kids sich abnabeln und ihre (verdiente!) Unabhängigkeit austesten wollen. Denn dann wollen wir sie vielleicht gutmütig direkt zu einer Verabredung fahren, nur, um solche Sprüche zu kassieren: „Wehe, du hältst genau vor der Tür! Steig bloß nicht aus! BITTE! KEIN! ABSCHIEDSKUSS! M A M A A A A A!“