Oh, du Fröhliche! Damit die allererste Weihnachtszeit mit Kind so wunderbar wird, wie sie ihr euch vorstellt, gilt vor allem eine Regel: Lasst euch von niemandem sagen, was ihr an den Feiertagen angeblich alles müsst.

Im vergangenen Jahr zu der Zeit habt ihr euch noch aufgeregt über Kinderplanung unterhalten – oder vielleicht sogar schon eine Weile sehnsüchtig aufs erste Baby gewartet. Nun ist es endlich da! Allein zwei Kulleraugen im Kerzenschein werden Weihnachten für euch vermutlich zum schönsten Weihnachtsfest überhaupt machen. Da können die Nächte noch so lang und die Stinkbomben in der Hose so erschütternd sein, wie sie wollen. Die feierlichste Zeit des Jahres gehört EUCH.

Alle Jahre wieder – bis auf dieses Jahr

Mit Sack und Pack für eine Woche zu den Schwiegereltern nach Süddeutschland gondeln? Nope! Die Tage zwischen der Verwandtschaft aufteilen, um wirklich allen persönlich ein frohes Fest zu wünschen? Bitte nicht! Auch wenn wir es alle Jahre wieder genau so gemacht und sogar genossen haben – mit Kind ist manchmal alles anders, der Tagesablauf, die Anstrengung einer langen Reise, Besuche, einfach ALLES. Oft bekommen wir das Jonglieren im Alltag am besten hin, wenn dir die Dinge in unserem Tempo machen können und das Umfeld dafür selbst gestalten. Viele neuen Eltern wollen das erste Weihnachten zu dritt deshalb auch zum ersten Mal zu Hause feiern. Und zwar ALLEINE. Sorry, Mama!

Lasst uns froh und munter sein!

Wenn euch bei dem Gedanken daran, mit der kleinen Familie zur großen Familie zu fahren, das Reisefieber packt, oder ihr unbändige Lust habt, Weihnachten alle zu euch einzuladen, um dort ein festliches Dinner aufzufahren: auch gut. Spürt am besten schon jetzt in euch hinein, wonach euch ist, und was statt Freude vielleicht eher ein Gefühl von Überforderung in euch auslöst. Für vieles gibt es Kompromisse. Wollt ihr mit Baby nicht sieben Stunden lang im Zug sitzen, könnten ja mal die Schwiegereltern kommen – und sich ein süßes Hotel gönnen, wenn euch Übernachtungsbesuch gerade noch zu viel ist. Lebt eure Familie in derselben Stadt wie ihr, lassen sich Besuche aufteilen, damit nicht rund um die Uhr Full House ist. Ladet ihr groß ein, könnte jeder Familienteil einen eigenen kleinen Teil zu einem festlichen Weihnachtsbüffet beisteuern. Dadurch hat niemand viel Arbeit in der Küche – und gleichzeitig dürfte jeder etwas für sich finden, was ihm schmeckt. Am Ende müsst ihr euch aber auch nicht schlecht fühlen, wenn ihr doch mit Baby alleine bleiben und nur zu dritt die schimmernde Lichterwelt, leckere Gerüchte und bunte Farben erkunden wollt. Für euer Kind ist das ganz sicher schon Action genug.

Guten Gewissens entspannt

Wofür auch immer ihr euch entscheidet: Gebt nicht einfach nach, wenn ihr Druck von der Familie spürt, es so oder so machen zu müssen. Niemand hat „ein Recht“ darauf, euch und euer Baby unbedingt und unter allen Umständen an Weihnachten zu sehen. Dazu kommt, dass die ersten Male mit Kind wirklich etwas Besonderes sind. Fahrt guten Gewissens das volle Anti-Stress-Programm und genießt ein Weihnachten, wie ihr es euch wünscht. Da es mir der Erfüllung von Vorsätzen immer so eine Sache ist: Probiert einfach mal herum und schaut, was euch als Familie am Ende wirklich gut tut. Das nächste Weihnachten kommt bestimmt. Und mit den Erfahrungen aus diesem Jahr könnt ihr dann noch besser planen, wie das Fest ganz zu euren Fest werden kann – ob mit Großfamilie, ohne oder irgendwas dazwischen.